Ansage Nr. 11 – Die Suche nach dem richtigen Abschluss

April 16, 2009

Laut einer Studie der FH Düsseldorf, ist es für die Industrie nicht von großer Relevanz welchen akademischen Abschluss der Bewerber mitbringt. Demnach ist derzeit bei der Besetzung freier Stellen wohl „egal“ ob ein Kandidat einen Master oder einen Bachelor-Abschluss vorweisen kann. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) bestätigt die Ergebnisse der Studie. Viele Stimmen behaupten auch dass die Inhalte der Studiengänge dieselben geblieben sind und nur ein neues Etikett bekommen haben.

Verunsicherung macht sich seit der Abschaffung des Diploms und der Einführung der neuen Abschlüsse breit. Auch das Argument der bessern internationalen Vergleichbarkeit zieht hier nicht oder nur sehr gering, denn das an deutschen Unis erworbene Diplom war international sehr anerkannt. Diese jetzige Selbstaufwertung durch einen „besseren“ Hochschulabschluss ist einfach nur lächerlich. Wozu verschiedene Abschlüsse und damit das Schaffen sogenannter und vor allem selbsternannter Eliten? Das macht keinen Sinn.

Weiter so!

DLH


Ansage Nr. 10 – Der Ostermarsch oder „gassi gehen“ mit der Linken!

April 12, 2009

Um 11.30 Uhr trafen die Teilnehmer des Ostermarsches per Fahrrad, angeführt vom Musikwagen, im Stadtgarten Gelsenkirchen ein. Unter großem Applaus wurden sie von den Besuchern am Musikpavillon empfangen. Dort hatten sich unter anderem Mitglieder des Friedensforums Gelsenkirchen, der Falken, Antifas und der Linken Alternative Gelsenkirchen eingefunden. Mitglieder der Gelsenkirchener Linken suchte man vergebens. Einer war wenigstens mit seinen vier Hunden zum „gassi gehen“ erschienen. Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen marschierten alle gemeinsam zum dortigen Mahnmal. Dort hielt der Liedermacher Leo Kowald eine kurze Ansprache und sang u. a. gemeinsam mit Ali Mahir Abdik Lieder gegen Krieg, die unter die Haut gingen.

Einen Tag vorher fand, ebenfalls am Musikpavillon, das Festival „Seid laut gegen Krieg und Faschismus“ statt. Vor ca. 500 Besuchern spielten Rondoprinz, U-Turn, Rockwohl Degowski und Fat Flanders. Alles in allem war auch der diesjährige Ostermarsch in Gelsenkirchen mehr als erfolgreich.

DLH


Ansage Nr. 9 – Storch Hainer – Die einzig wahre Nazi-Mode

April 8, 2009

Eben stolperte ich über einen völlig schwachsinnigen Beitrag im Fashion-Blog von Vera Kaemper auf derwesten.de. Dort schreibt ein gewisser André Bauer über die Ablehnung der Kleidermarke „Thor Steinar“. Diese werde „vor allem“ von Neo-Nazis produziert und vertrieben. Deshalb könne er auch verstehen warum Antifas ein Verbot der Marke fordern. Allerdings verstehe das Auftreten der Antifschisten in ihrer dunklen Kleidung nicht, die dadurch „wenig von den Randalemachern der Schwarzen Blocks unterscheiden sind“ und sich folglich auch nicht wundern sollten, wenn seine Argumente nicht mehr gehört werden. Der allerletzte Satz ist allerdings der Spruch des Wahnsinns. „Da könnten die Linken von den zunehmend unauffällig auftretenden Rechten durchaus lernen“ !!!!!! Sauber André, eine Meisterleistung.

Als ich dann im weltweiten Netz etwas über Thor Steinar recherchierte, stolperte ich über den Online-Shop www.storchheinar.de. Dort gibt es unter anderem Mode der gleichnamigen Marke zu erwerben. Es gibt allerdings auch Geschichten zum Storch namens Heinar. So war dieser zum Beispiel zu schwach um im Winter nach Afrika zu fliegen und wollte daraufhin den Vogelzug nehmen. Der fuhr um 19:33 Uhr vom Bahnhof ab. Heinar trödelte und kam erst 19:45 Uhr am Bahnhof an – als alles längst zu spät war. Doch er hatte einen Plan und die „Suche nach dem heiligen Ei“ sollte ihren Anfang nehmen. Natürlich gibt es auch einen Podcast und einen Channel bei YouTube, wo man sich dann Geschichten wie „Der Führer hatte nur ein Ei“ usw. anhören kann.

Hinter www.storchheinar.de stecken übrigens die Jusos in der SPD Mecklenburg-Vorpommern.

DLH


Ansage Nr. 8 – Seid laut gegen Krieg und Faschismus

April 6, 2009

Am Samstag den 11. April findet im Stadtgarten Gelsenkirchen, genauer gesagt am Musikpavillon, das Festival „Seid laut gegen Krieg und Faschismus“ statt. Im Rahmen des Ostermarsches welcher Tags drauf um 11.00 Uhr an selbem Ort stattfindet, spielen für euch Rondoprinz, Rockwohl Degowski, Fat Flanders und U-Turn. Beginn der Veranstaltung ist um 15.00 Uhr. Für das leibliche Wohl, auch das des Veganers ist gesorgt. Des weiteren erwarten euch interessante und informative Stände. Nichts wie hin!!!

DLH

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Ansage Nr. 7 – Gelsenkirchener Linke im Rat der Stadt darf nicht mehr Linke heissen, Will will nicht mehr und Hermann rückt nach!!

März 17, 2009

Vieles tut sich bei der Linken in Gelsenkirchen kurz vor der Kommunalwahl. Anstatt sich auf den Wahlkampf zu konzentrieren und da mal was gescheites auf die Beine zu stellen, gibt man sich lieber mehr Mühe, die bösen „Alten PDSler“ zu ärgern und tut auch sonst ganz viel dafür, bei dieser Kommunalwahl als grosser Loser unterzugehen.

Die Linke die so nicht heissen darf

Der Landesvorstand der Linken in NRW hat der Fraktionsgemeinschaft der bisherigen Linken im Rat der Stadt Gelsenkirchen, dass Recht entzogen, als parlamentarische Vertretung der Linkspartei aufzutreten. Diesen Schritt hat der Kreisverband Gelsenkirchen auf seiner Mitgliederversammlung am 08.03.09 so beschlossen. Die WAZ berichtet heute über diese Angelegenheit in Ihrer Print- und Online Ausgabe. Natürlich lässt es sich der LOCo der WAZ nicht nehmen ein Ratsmitglied der Linken und Sympathisantin der DKP, wie so oft, als eben jenes darzustellen in dem er hinter den Namen auch noch mal „(DKP)“ schreibt. Danke für die Werbung, Verrückten!

Die Fraktion der „ehemaligen“ Linken änderte daraufhin das Logo der Homepage ab. Statt des Linken Logos prangt nun das alte PDS-Logo auf der Homepage. Dieser Schritt erscheint mir als logisch, da diese Fraktion ja bei der Kommunalwahl 2004 als PDS-Offene-Liste-Gelsenkirchen angetreten und gewählt worden.

Will nicht mehr

Der OB-Kandidat der Linken in Gelsenkirchen, Ernst-Günter-Will ist aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen von seiner Kandidatur zurückgetreten. Er sei physisch und psychisch angeschlagen. Klar, er hat ja auch schon ganz viel gemacht seit seiner Ernennung zum OB-Kandidaten. Ich erinnere nochmal an die Podiumsdiskussion am Schalker Gymnasium, wo er so richtig Gas gegeben hat und vor allem die Politiker der etablierten Parteien, alt aussehen lassen hat, oder auch nicht. Politik in der Linken möchte er natürlich weiterhin machen, und auch in Beckhausen für den Rat kandidieren. Das geht nicht so auf die Gesundheit.

Stellvertretend für Will rückt jetzt der Sprecher des Kreisverbandes in Gelsenkirchen, Ralf Hermann als OB-Kandidat zu sein nach. Dieser sei auch schon bereit bei der Kommunalwahl anzutreten. Das glaube ich natürlich gerne. OB-Kandidat zu sein ist auch nicht so anstrengend wie arbeiten gehen.

DLH


Ansage Nr. 6 – „Hartz IV“-Bräutigam soll Höhe seiner Geldgeschenke Offenlegen

März 12, 2009

Das Integrationscenter für Arbeit in Gelsenkirchen schrieb einen Bräutigam an. Allerdings nicht um ihn zu seiner Hochzeit zu gratulieren, sondern um ihn aufzufordern, die Höhe seiner Geldgeschenke, dem IAG mitzuteilen.

Rechtlich gesehen hat der gute Sachbearbeiter der IAG garnichts falsch gemacht, da in der Verordnung zum ALG II eine Jahreshöchstgrenze für Geldgeschenke von 50 € festgelegt wurde. Moralisch gesehen sollte sich der gute Sachbearbeiter mal ganz feste an die Nase packen und sich selber eingestehen, dass dies ein Schuss in den Ofen war. Ich jedenfalls gehe davon aus, dass der Bräutigam der IAG mitteilen wird, dass er 49,99 € an Geldgeschenken bekommen hat. Denn mal ehrlich, für wie blöd halten die Damen und Herren des IAG die Leute denn?


Ansage Nr. 5 – In Österreich hat man für 38.000 € einen Abschuss frei!!

März 6, 2009

38.000 €, davon 5.000 € Schmerzensgeld. Das ist der Betrag den Dieter Althaus, seines Zeichens Ministerpräsident Thüringens, zu bezahlen hat. 5.000 € ist also ein Menschenleben heutzutage bei unseren Eidgenossen wert? Gut zu wissen. Althaus will das Urteil akzeptieren, dass ein Gericht im österreichischen Irdnung gefällt hat. Die CDU in Thüringen hält an Althaus als Spitzenkandidaten fest. Somit setzt man in Thüringen auf einen vorbestraften (nach österreichischem Recht zumindest) Mann.

Diese Ansage wurde schneller geschrieben als das Eilverfahren in Irdning, zum Fall Althaus gedauert hat.

DLH


Ansage Nr. 4 – Endlich normale Leute

Februar 26, 2009

Viel ist in den letzten Tagen bei den Linken in Duisburg geschehen. Wie viele bereits in diversen Medien lesen konnten, soll sich der Duisburger OB-Kandidat Hermann Dierkes, für ein Boykott Israelischer Waren ausgeprochen haben. Heute folgte dann auch prompt Dierkes Rücktritt  von der OB-Kandidatur. Er sieht sich zur Zeit vielen Vorwürfen ausgesetzt. Nun fragt sich die NRZ, wie viel Antisemitismus in der Linkspartei steckt. Dazu befragte man Professor Dr. Eckhard Jesse von der TU Chemnitz. Aus diesem Gespräch geht eine wichtige Erkenntnis hervor. Nämlich dass jemand der Israel kritisiert, noch längst kein Antisemit ist. Allerdings ist es in Deutschland immernoch ein Tabu, sich kritisch gegenüber Israel bzw. der israelischen Politik zu äußern. Jeder Versuch wird direkt mit dem Vorwurf des antisemitismus übertönt.

Andererseits sollte man sicherlich dreimal überlegen welche Aussagen man tätigt. Ganz schnell bekommt man nämlich von den Medien die „Nazikeule“ überreicht.

Deutschland ist noch nicht soweit!

DLH


Ansage Nr. 3 – Die neue Seite der PDL GE

Februar 25, 2009

Vor einigen Minuten stolperte ich über die doofe(sche) Ausgabe der neuen PDL-Homepage. Dort liest man unter anderem, wie R.D. kläglich versucht die Gründungserklärung der Linken Alternative Gelsenkirchen auseinander zu nehmen und behauptet, sie wäre größtenteils „abgeschrieben aus dem Kommunalpolitischen Rahmenprogramm DIE LINKE. NRW!“. Ja nee, iss klar! Was auf jeden Fall von der PDL geklaut worden ist, ist dieses Bild:

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Nämlich von der Linken aus Duisburg, die dieses Bild hier verwendet:

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So viel dazu. Erinnert ein bisschen an die Zeit als man in der Linken GE meinte, die Satzung aus Offenbach kopieren zu müssen und „Gelsenkirchen“ darüber zu schreiben. Sehr geistreich das Ganze.

R. D. macht sich aber auch daran das eigene Kommunalwahlprogramm zu zerreißen. Dass man Kritik an diesem Programm, die ich durchaus verstehe, vielleicht erstmal intern üben sollte und gegebenenfalls Änderungen vornimmt, wäre einleuchtend, geschieht hier jedoch nicht. Hier wird in bekannter Form, alles ins Internet gepackt und mit Dreck beworfen.

DLH


Ansage Nr. 2 – Kleiderordnung???

Februar 25, 2009

In diversen Internetforen kann man verfolgen, wie weit die Diskussionen über ein neues Modestück schon verbreitet sind. Es geht um den Burkini, einem Ganzkörperbadeanzug für Frauen. Burkini ist ein Wortspiel aus Burkha und Bikini. Dieser ist sehr verbreitet bei Muslimischen Frauen, die aufgrund ihres Glaubens, nicht mit einem „normalen“ Badeanzug bekleidet, schwimmen gehen möchten.

Man liest zwischen den Zeilen, dass es einige Leute wirklich zu stören scheint, in welcher Tracht sich jemand anderes zum Baden begibt. In den Diskussionensforen liest man dann Sprüche wie „Muslimische Frauen werden alle unterdrückt“ und dass der Islam eine Kleiderordnung vorschreibt usw.

DLH