Ansage Nr. 4 – Endlich normale Leute

Februar 26, 2009

Viel ist in den letzten Tagen bei den Linken in Duisburg geschehen. Wie viele bereits in diversen Medien lesen konnten, soll sich der Duisburger OB-Kandidat Hermann Dierkes, für ein Boykott Israelischer Waren ausgeprochen haben. Heute folgte dann auch prompt Dierkes Rücktritt  von der OB-Kandidatur. Er sieht sich zur Zeit vielen Vorwürfen ausgesetzt. Nun fragt sich die NRZ, wie viel Antisemitismus in der Linkspartei steckt. Dazu befragte man Professor Dr. Eckhard Jesse von der TU Chemnitz. Aus diesem Gespräch geht eine wichtige Erkenntnis hervor. Nämlich dass jemand der Israel kritisiert, noch längst kein Antisemit ist. Allerdings ist es in Deutschland immernoch ein Tabu, sich kritisch gegenüber Israel bzw. der israelischen Politik zu äußern. Jeder Versuch wird direkt mit dem Vorwurf des antisemitismus übertönt.

Andererseits sollte man sicherlich dreimal überlegen welche Aussagen man tätigt. Ganz schnell bekommt man nämlich von den Medien die „Nazikeule“ überreicht.

Deutschland ist noch nicht soweit!

DLH


Ausserplanmäßige Ansage – Ein ganz normaler Morgen in der Notfallstation des Marienhospitals Gelsenkirchen

Februar 26, 2009

Meine Freundin hat Schmerzen. Heftige Magenkrämpfe plagen sie an diesem frühen Donnerstagmorgen. Wir machen uns auf den weg ins Marienhospital Gelsenkirchen-Süd. Mit einem freundlichen „WAT DENN?!?“ wurden wir dann auch schon von der netten Dame am Schalter empfangen. Als ich in Ihre genervten Augen sah wurde mir ganz schnell klar, dass wir lieber woanders hin sollten. „Karte und zehn Euro wieder her, ich seh dass sie keinen Bock haben. Wir gehen woanders hin“, sagte ich. „Nee Nee, äääh, ich meinte…. bla bla.“ Wütend drehte ich mich weg und stampfte noch ein: „mir egal wie hart deine Schicht ist, wenn du keinen Bock auf den Job hast, dann such dir was anderes“, hinterher. Erfreulich schien mir, dass nicht eine Person im Warteraum saß, so dass meine Freundin schnell hätte behandelt werden können. Falsch gedacht. Nach einer Stunde verlangten wir die 10 Euro Notfallgebühr zurück und verließen die Notfallstation in Richtung des Hausarztes.

Ich hab vollstes Verständniss dafür, dass es wiklich nervtötende Patienten gibt. Doch da kann kein anderer Patient was dafür. Jeder „neue“ Patient mit beschwerden hat meiner Meinung nach freundlich empfangen und nach seinem Befinden gefragt zu werden. So eine Abfertigung ist unter aller Kanone. Ich hab Krankenhäuser in spanischen Dörfern gesehen, die Menschen behandelten als seien sie der Allmächtige höchstpersönlich. Hier jedoch wurden wir empfangen als würden wir der Diensthabenden Ihren Nettolohn stehlen wollen. Erst als der Kaffee geliefert wurde, waren die Angestellten endlich ein wenig fröhlicher! Lange Rede, kurzer Sinn. Unmeschlich ist meiner Meinung nach noch stark untertrieben, wenn man das Geschehene mit einem Wort beschrieben wollte.

DLH